Ozeanversauerung
… bezeichnet die chemische Veränderung des Meerwassers infolge einer Aufnahme von Kohlendioxid (CO₂) aus der Atmosphäre.
Schätzungen zufolge binden die Ozeane etwa ein Viertel der menschengemachten CO₂-Emissionen und wirken damit als wichtiger Puffer im globalen Klimasystem.
Was ist Ozeanversauerung?
Ozeanversauerung bedeutet, dass das Meerwasser saurer wird, weil es zunehmend Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft aufnimmt. Das CO₂ reagiert mit Wasser zu Kohlensäure, wodurch der pH-Wert des Wassers sinkt. Dieser Prozess verläuft besonders intensiv in kalten Regionen (z. B. Arktis und Antarktis), da kaltes Wasser mehr CO₂ binden kann.
Warum ist Ozeanversauerung problematisch?
Besonders betroffen sind Meeresorganismen wie Muscheln, Korallen und bestimmte Planktonarten, die Kalk für ihre Schalen und Skelette brauchen – ihnen fällt es durch die Versauerung schwerer, diesen Kalk zu bilden und zu erhalten.
- Nahrungsketten können aus dem Gleichgewicht geraten
- Verlust ganzer Ökosysteme (Korallenriffe)
- Unvorhersehbare Wechselwirkungen mit anderen Stressfaktoren (Erwärmung, Sauerstoffmangel)
Ozeanversauerung ist neben der Ozeanerwärmung eine der Hauptauswirkungen des erhöhten atmosphärischen CO₂-Gehalts auf Ozeane und Meere.
Was es bräuchte:
- Globale CO₂-Reduktion, um Ozeanversauerung und Erderwärmung einzudämmen
- Schutz und Erhalt der Artenvielfalt und mariner Lebensräume
- Forschung stärken um Schwellenwerte und Reaktionsmuster besser verstehen
Vom 9. bis 13. Juni fand in Nizza die dritte UN-Ozeankonferenz statt. Vertreterinnen und Vertreter aus über 130 Staaten diskutierten über Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere. Unter anderem sagten mehrere Staaten zu, weitere Meeresgebiete unter Schutz zu stellen. Der globale Anteil geschützter Meeresflächen soll dadurch von derzeit 8 % auf fast 11 % steigen.