Dunkelflaute
Was ist das?
Eine Dunkelflaute beschreibt eine mehrtägige Wetterlage bei der die Sonne nicht scheint und auch kein Wind weht. In dieser Zeit erzeugen Wind- und Solaranlagen kaum oder gar keinen Strom. Das ist vor allem ein Problem im Winter - gerade dann, wenn unser Energiebedarf aufgrund der kalten und kurzen Tage ohnehin schon erhöht ist.
Wie häufig treten Dunkelflauten auf?
Einer Studie des Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) zufolge treten Dunkelflauten in Deutschland im Schnitt zweimal pro Winterhalbjahr auf und dauern zwischen zwei und acht Tagen an.
Dunkelflauten und die Energiewende
Inzwischen decken wir in Deutschland gut die Hälfte des Energiebedarfs aus Windkraft und Sonne; somit werden Dunkelflauten immer mehr zur Herausforderung. Um sie zu kontern, braucht es einen Mix aus verschiedenen Lösungen, z. B.:
- Stromspeicher, um Strom aus wind- und sonnenreichen Zeiten zu „lagern“
- Backup-Kraftwerke, wie wetterunabhängige Biomasse oder Wasserkraft
- Netzausbau: Überregionale Stromnetze bringen den Strom dahin, wo er gebraucht wird
- Lastmanagement: Bestimmte Verbrauchsprozesse können zeitlich verschoben werden